Arzneipflanzen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Produktqualität

Produktqualität

Verbundvorhaben: Maßnahmen zur Förderung und Steigerung des Anbaus von Arznei- und Gewürzpflanzen in Deutschland

Teilvorhaben 1: Stressinduzierte Steigerung der Produktqualität von Arznei- und Gewürzpflanzen

Förderkennzeichen: 22024007 bzw. 07NR240

Laufzeit: 01.09.2010 bis 31.08.2014

Thema: Verbundvorhaben: Maßnahmen zur Förderung und Steigerung des Anbaus von Arznei- und Gewürzpflanzen in Deutschland; Teilvorhaben 1: Stressinduzierte Steigerung der Produktqualität von Arznei- und Gewürzpflanzen

Zuwendungsempfänger: Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig - Fakultät 2 - Lebenswissenschaften - Institut für Pflanzenbiologie, Humboldtstr. 1, 38106 Braunschweig

Projektleiter: Prof. Dr. Dirk Selmar, Tel: +49 531 391-5881, d.selmar(bei)tu-bs.de

Aufgabenbeschreibung: Das Projekt ist Teil des Verbundprojektes Stressinduzierte Steigerung der Produktqualität von Arznei- und Gewürzpflanzen und deren Einsatz als Leistungsförderer in der Nutztierhaltung, das die wissenschaftlichen Grundlagen für eine nachhaltige Steigerung des Arznei- und Gewürzpflanzenanbaus in Deutschland liefern soll. In diesem Teilprojekt werden die grundsätzlichen Möglichkeiten zur Steigerung der Wirkstoffgehalte ausgewählter Arznei- und Gewürzpflanzen untersucht und anschließend im Feldanbau getestet; vorgesehen sind Thymian und Salbei (Terpene), Johanniskraut und Mädesüß (Phenole), Tollkirsche und Schöllkraut (Alkaloide), Lein (cyanogene Glycoside), Meerrettich und Kapuzinerkresse (Glucosinolate). Ziel ist es, die Qualität der in Deutschland angebauten Arznei- und Gewürzpflanzen durch die bewusste Anwendung von Trockenstress zu verbessern und damit deren Anbau und Vermarktung in Deutschland deutlich zu steigern. Zunächst werden die Versuchspflanzen im Gewächshaus unter definierten Bedingungen kultiviert. Die qualitätsrelevanten Naturstoffe werden mittels HPLC, HPAEC und GLC analysiert. Im Folgejahr werden entsprechende Feld- und Freilandversuche unter Einsatz gezielter pflanzenbaulicher Maßnahmen durchgeführt, und das Sekundärstoff-Spektrum der Pflanzen analysiert. Dieses Material ist gleichzeitig das Ausgangsmaterial für die Fütterungsversuche des zweiten Teilprojektes zum Einsatz der Arznei- und Gewürzpflanzen als Leistungsförderer in der Nutztierhaltung.

Teilvorhaben 2: Einsatz ausgewählter Arznei- und Gewürzpflanzen als Leistungsförderer in der Nutztierhaltung

Förderkennzeichen: 22022008 bzw. 08NR220

Laufzeit: 01.07.2011 bis 30.10.2014

Thema: Verbundvorhaben: Maßnahmen zur Förderung und Steigerung des Anbaus von Arznei- und Gewürzpflanzen in Deutschland; Teilvorhaben 2: Einsatz ausgewählter Arznei- und Gewürzpflanzen als Leistungsförderer in der Nutztierhaltung

Zuwendungsempfänger: Friedrich-Loeffler-Institut Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Südufer 10, 17493 Greifswald

Projektleiter: Dr. Andreas Berk, Tel: +49 531 596-3138, andreas.berk(bei)fli.bund.de

Aufgabenbeschreibung: Es soll die Eignung von in Deutschland kultivierten Arznei- und Gewürzpflanzen als Futterzusatzstoffe an ausgewählten Pflanzen in Tierfütterungsversuchen und ihre Wirksamkeit getestet werden. Auf Basis dieser Versuche soll der Einsatz phytogener Leistungsförderer für die Tierhaltung weiterentwickelt und wissenschaftlich verifiziert werden. 2011 sollen erste Fütterungsversuche mit kommerziell erworbenen Präparaten und mit dem im Teilprojekt 1 erzeugten Pflanzenmaterial durchgeführt werden, die Prüfung der pharmakologischen Wirksamkeit der eingesetzten Präparate und Bestimmung der Leistungsparameter erfolgen, sowie die Entwicklung der Analysemethoden für die Metabolit- und Abbauprodukt-Untersuchungen laufen. 2012 sollen weitere Fütterungsversuche, einschließlich der Prüfung der pharmakologischen Wirksamkeit und der Bestimmung der Leistungsparameter, die Blut- und Urin-Analysen weiterentwickelt und durchgeführt, sowie die Einflüsse auf immunologische Parameter geprüft werden. 2013 sollen letzte Fütterungsversuche mit den im Feld produzierten Präparaten laufen, die Prüfung der pharmakologischen Wirksamkeit der eingesetzten Präparate und die Bestimmung der Leistungsparameter erfolgen, die Blut- und Urin-Analysen durchgeführt werden, sowie die Prüfung der Einflüsse auf immunologische Parameter erfolgen. Im Ergebnis des Teilvorhabens sollen Empfehlungen zum Einsatz von Arznei- und Gewürzpflanzen als Futterzusatzstoffe gegeben werden können. Bei entsprechender Wirksamkeit könnte dadurch der nach dem Verbot antibiotischer Leistungsförderer angestiegene Einsatz von Veterinärpharmaka reduziert werden. Dadurch ist im Ergebnis des Verbundprojektes zu erwarten, dass sich die Nachfrage nach, und damit der Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen deutlich erhöht, und so die Nutzung dieser Pflanzen nachhaltig gesteigert wird.